Stoertes (Photo)Blog Der Blickwinkel macht den Unterschied.

17Aug/121

Ich will zurueck nach Westerland!

Wer die Ärzte kennt, wird wissen wovon ich rede. Am Mittwoch habe ich mir recht spontan geplant meine Kamera geschnappt, den Staub der sich bereits gesetzt hatte weggepustet und bin nach Sylt gefahren - Frei nach dem Motto ich war ja noch nie da, lass mal hinfahren. Das erste große Highlight neben der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal war der Hindenburg-Damm auf die Insel.

Und dann war ich schon auf der Insel in der bekanntesten Stadt auf ihr.

Das Wetter war wirklich bombastisch: Sonne satt, fast keine Wolken und ablandiger Wind, sodass die Nordsee total glatt war. Dementsprechend war die Fussgängerzone auch ähnlich stark bevölkert wie meine Heimat Usedom im Hochsommer ^^

Am Ende der Kaufmeile, auf der sich sämtliche hochkarätige Edelshops aneinanderreihten und ein einfaches Bauernfrühstück schon über 12 Euro kostet, bot sich ein traumhafter Ausblick auf den Strand:

Doch gleich darauf das erste stutzen: man muss 3,50 € bezahlen, nur um überhaupt den Strand betreten zu dürfen - willkommen auf Sylt. Die gesamte Insel ist mit 141 Zugangshäuschen zum Strand ausgerüstet und das Gelände dazwishen durch dank Dornenbüschen abgeriegelt wie die ehemalige innerdeutsche Grenze. Da kein drumrumkommen war und ich unbedingt an den Strand wollte, habe ich mir ausgerechnet den höchsten Strandzugang ausgesucht und mir ein Ticket geholt.

Dafür war ganz oben die Aussicht aufs Meer und die Insel schon lohnenswert.

Ich wusste auch gar nicht, dass die Nordsee so schön sein kann. In meiner Vorstellung habe ich eher kilometerweites schlickiges Watt erwartet. von Sand keine Spur und alle paar Stunden traut sich das Wasser mal vor. Aber dieser Anblick hatte schon eher was von Südsee:

Die Häuser auf der Insel sind zwar allesamt unverschämt teuer, können sich aber sehen lassen - und das Ein oder Andere hatte sogar noch einen friesischen Touch. Und nebenbei habe ich noch nie so einen tiefblauen Himmel auf einem Bild gesehen ^^

 

Der einzige war ich auf jeden Fall nicht am Strand, denn soweit das Auge reichte, überall Leute am Strand (zwar keinen im Wasser aber wer will das auch schon bei sonem Traumstrand? 😀 ).

Direkt am Wasser konnte ich dann noch einen sonderbaren Effekt beobachten, den ich von meiner Ostsee nicht kenne: schwitzenden Sand 😀 Durch das sich zurückziehende Wasser drückte der Sand das Grundwasser heraus, sodass sich wie kleine Schweissperlen viele Tropfen auf dem Sand bildeten.

Auf meinen Touren dürfen natürlich meine Fotomaskottchen nicht fehlen: Danbooos!

Egal ob auf der höchsten Sandburg..

...oder als Surfer, langeweile kam nie auf.

Parallel zur Anwesenheit meiner Wenigkeit waren auchnoch Meisterschaften im segeln.

Auf der Promenade stand eine Figur die das Thema Umweltschutz darstellte. Ein nicht kleiner Teil der Insel ist ja ein NSG und darf entweder gar nicht oder nur auf speziellen Wegen betreten werden.

Petrus meinte es wirklich gut mit mir, die Sonne blieb bis zum Abend, wobei es angeblich nur 22 °C waren - gefühlt aber eher 30 °C ^^

Auf dem Rückweg zum Bahnhof bin ich dann noch einigen Kuriositäten begegnet, wie der seltenen roten Hydrantenblume mit Selbstversorgung 😀 ..

.. oder einem Haus, in dem Rathaus und Spielbank nebeneinander vorhanden sind - ich hab es schon immer geahnt, dass das ein und das selbe Unternehmen ist 😀

Zum krönenden Abschluss gabs dann noch eine kleine Aufenthaltsverlängerung, proudly presented bei Stellwerkausfall in Itzehoe:

Fazit: Teuer aber geil 😀 Ich werde die Insel sicherlich nochmal besuchen und mit nem Bike erforschen - ist schließlich ein bisschen größer die Insel als nur Westerland 😉 Nächstes mal inseriere ich auch früher, damit ich vielleicht noch ein paar Mittstreiter finde 😉
Stay Tuned, Støertebeker

veröffentlicht unter: Danbo, Erkundungstouren, Fotos 1 Kommentar
13Aug/120

Bild der Woche: die Perseiden

Vorletzte Nacht vom 11. auf den 12. August war es wieder soweit: der wohl größte und bekannteste Sternschnuppenschauer des Jahres - die Perseiden aus dem Sternbild Perseus - waren wieder am Himmel zu bestaunen. Neben dem gespannten gen Himmel starren habe ich natürlich auch versucht, ein paar Schnuppen zu fotografieren - gar nicht so einfach wie sich herausstellte.

Meine erste Aufnahme war eine Langbelichtung über 1337 Sekunden (ein 1337-foto 😀 ) bei ISO-200, f/11 und 8 mm Fisheye, welche die typischen Strichspuren von Sternen zum Vorschein brachte. Da Sternschnuppen aber nur äußerst kurz auftreten und relativ leuchtschwach sind, tauchen sie bei einer so hohen Blende aber fast nicht auf. Ausnahmen sind die beiden besonders Hellen links unten im Bild.

Die Folge: ich habe die Lichtempfindlichkeit (ISO) immer weiter erhöht, sodass ich am Ende bei ISO-1000, einer Offenblende von 3,5 und 5 Sekunden Belichtungszeit angekommen bin:

Doch selbst hier sieht man kaum verwertbare Ergebnisse (außer rechts oben). Das liegt denke ich zum einen an der fehlenden Lichtstärke und zum anderen an der kurzen Brennweite. Diese habe ich gewählt, um möglichst viel Himmel auf das Bild zu bekommen, um die Wahrscheinlichkeit eines Treffers zu erhöhen. Der Nachteil dadrann ist natürlich, dass sämtliche Objekte kleiner werden und auch Schnuppen auf dem großen Bild fast verschwinden. Wer also ein glückliches Händchen hat, kann nächstes mal mit etwas mehr Brennweite vielleicht einen schöneren Treffer landen - oder ihr stellt euch in die tiefste Wildnis, wo besonders wenig Licht ist 😉

Stay Tuned - Støertebeker