Stoertes (Photo)Blog Der Blickwinkel macht den Unterschied.

29Apr/13Off

es gigapant wieder

Wie einige ja bereits wissen, ist mein Gigapan-Stativ vor einiger Zeit auf dem Rückflug aus Schottland kaputtgegangen. Vor etwas über einer Woche dann die freudige Nachricht: der Verkäufer (Schnittpunkt aus Köln) erstattete mir ein Ersatzgerät auf Garantie! Tausend Dank dafür nochmal an die netten Kollegen!

Gestern dann konnte ich das erste mal mit all den bisher aus Gigapans gewonnenen Erfahrungen auf ein Hochhaus anrücken, um ein neues Maß an Qualität und Auflösung zu erreichen. Mein Ziel war der Channeltower in Harburg, eines der höchsten Gebäude in der näheren Umgebung. Nach vorheriger Anfrage habe ich recht schnell grünes Licht von der IVG bekommen und der zuständige Sicherheitsdienst empfing mich freundlich und ließ mich auf die Dachterasse des Hochhauses. Vielen Dank auch hier nochmal an die IVG/Security, dass alles so unkompliziert funktioniert hat und ich von dort aus Bilder machen durfte! 😉

Genug der Vorworte, hier nun das erste Tag-Panorama. Es ist fast 5 GPixel groß, besteht aus etwa 550 Aufnahmen und wurde mit ISO-100, F/8, 1/500s geschossen. Die Aufnahmezeit betrug rund 45 Minuten, das entwickeln der RAWs rund eine Stunde und das stitchen inkl Upload eine weitere Stunde. Auf große Nachbearbeitungen (bis auf die RAW-Korrekturen) habe ich verzichtet. Weitere Infos zur Aufnahme entnehmt Ihr direkt der Website.

Das Wetter hat endlich mal wieder mitgespielt und mir einen recht sonnigen Tag mit nur wenig Wind geschenkt. Einziges Manko ist das flimmern der Luft, was man besonders auf große Entfernungen in Richtung Innenstadt sieht, aber hey, man kann nicht alles auf einmal haben ^^ Mein nächstes Ziel ist, ein ähnliches Panorama mit 400 mm Brennweite zu schießen.

Nicht fehlen durfte ebenfalls mein Danbo, welcher die Arbeiten überwacht hat und mir den Ausblick präsentiert hat:

Während der Wartezeit war es auch schön, nach so vielen grauen und kalten Tagen endlich mal wieder etwas Sonne zu genießen!

Wer selbst mal einen 360° Blick vom Channeltower werfen möchte, kann dies entweder mit Flashplayer oder Quicktime ganz einfach tun.

Da die Gelegenheit des unkomplizierten Zutritts und guten Wetters günstig waren, habe ich mir gleich nochmal für den Abend einen Termin gemacht. Zusammen mit Anton, einem befreundeten Fotografen, gings um 22 Uhr erneut auf den Channeltower. Neben der fantastischen Nachtsicht über das Lichtermeer der Ölverarbeitungsanlagen im Harburger Hafen war mein Hauptziel die Lichtinstallation "crossing the elbe" im Zusammenhang mit der internationalen Bauausstellung in Wilhelmsburg/Hamburg. Dabei werden jeden Abend (noch bis März 2014) 90 Minuten nach Sonnenuntergang 3 Strahler für 20 Minuten angestellt. Diese stehen in Harburg (PhoenixCenter), Wilhelmsburg (Energiebunker) und Hamburg (Spiegelgebäude, Hafencity) und strahlern mit einem sehr starken Spot über das Land. Nähare Infos zum genauen Zeitpunkt und wann die Stahler in welche Richtung leuchten, findet Ihr auf der Projektseite http://www.crossingtheelbe.com/

Hier durfte mein Gigapan erstmalig seine Nachtqualitäten unter Beweis stellen. Geshootet wurde hier mit ISO-200, F/4,5, 10s auf 50 mm. Trotz der Masse des Stativs kam es bei den Belichtungen zum Teil zu Verwacklungen, die ruhig übersehen werden dürfen 😉 Auch hier gilt: für mehr Infos und Vollbild besucht direkt die Panoramawebsite 😉

Der Trip hat echt Spass gemacht und ich denke mal, ich werde wenn möglich nochmal den Channeltower besuchen. Wer mitkommen möchte, kann sich mal bei mir melden und auf die "Merkliste" setzen lassen 😉 Abschließend nochmal ein Bild vom Channeltower für alle, die nicht direkt aus Harburg kommen.

Stay tuned - Støertebeker

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23Mrz/13Off

Trip nach Schottland

Endlich mal wieder reisen! Hat mich doch das Studium die letzten Jahre viel davon abgehalten, so wurde es jetzt endlich mal wieder Zeit, Deutschland zu verlassen und sei es auch nur für ein paar Tage. Und da ich eh meine Mitbewohnerin Joanna während des Auslandssemsters in Glasgow besuchen wollte, fiel mir die Wahl nicht gerade schwer.

Montag

Angekommen in Edinburgh war die Freude groß: der seit Wochen in Hamburg bekannte graue Himmel war im sonst für seine Feuchtigkeit bekannten Schottland komplett verschwunden und wurde fast die gesamten 5 Tage durch strahlend blauen Himmel ersetzt - ein schöneres Wetter kann man sich einfach nicht wünschen!

Mein erstes must-have Ziel in Schottland war der Firth of Forth mit seiner bekannten riesigen Brücke, die mittlerweile schon über 100 Jahre alt ist. Nach einer kurzen Zugfahrt waren wir in Queens Ferry und das Wetter belohnte uns mit einem grandiosen Ausblick über den Meeresarm. Nach kurzem suchen war die perfekte Location für mein erstes richtiges Gigapan gefunden:

Ich konnte einfach nicht widerstehen und seit einigen Tagen hängt dieses Bild als 3,6 Meter langes Panorama in meinem Zimmer - wer will kann mich gerne mal besuchen kommen, es sieht bombastisch aus!

Auf dem Rückweg ging es wieder über Edinburgh zurück nach Glasgow. Der Bahnhof in Edinburgh hat das Modell "Stuttgart 21" konsequent umgesetzt: anstatt den Bahnhof zu verbuddeln, wurde er einfach in ein Tal gebaut, das mitten durch die Stadt verläuft, und dann von oben mit einem (Glas)Dach verschlossen 😀

Dienstag

Dienstag war Erkundungstag. Da Joanna leider die folgenden Tage keine Zeit hatte (danke an den verplanten Prof, der spontan noch zusätzliche Vorlesungen reingelegt hat!), habe ich auf eigene Faust mit einem Stadtplan bewaffnet Glasgow erkundet.

So wunderschön die Architektur von Edinburgh auch ist - so hässlich waren manche Ecken von Glasgow. Die Stadt, früher bekannt als mächtiger Seehafen und Arbeiterstadt, hat in den letzten Jahrzehnten einen starken Wandel durchgemacht. So spielt der Seehandel und Schiffbau mittlerweile gar keine Rolle mehr in dieser Stadt - was man am Baustil aber noch sehr deutlich sieht. Überall im Hafengebiet stehen noch alte Speicher, heruntergekommene Häuser und nicht zuletzt riesige Freiflächen der ehemaligen Industriegebäude herum.

Auf der anderen Seite wird gebaut was das Zeug hält. An vielen Ecken findet man neben den Arbeiterhochhäusern glänzende Glassfassaden für Wohnviertel, Unternehmen oder öffentlichen Einrichtungen. Und so kommt es vor, dass man in einer Straße eine bunten Mischung aus marode und modern antrifft.

Doch es gibt auch sehr schöne Seiten in der Stadt wie das Rathaus mit dem Weltkriegs-Denkmal..

... dem River Clyde ...

.. oder dem Riverside Museum.

Apropos Museum: nahezu sämtliche Museen in der Stadt verlangen keinen Eintritt. Man geht einfach in das Gebäude hinein und schon steht man mitten in der Ausstellung und wird freundlich von einer Dame begrüßt, die einem sofort einen Guide in die Hand drückt - da darf man sich hierzulande gerne eine Scheibe abschneiden. Im Riverside-Museum war ich dann auchnoch an diesem vollgestopften Tag. Zu sehen gibt es sehr viel über die Entwicklung der Mobilität. Von den ersten Booten über Fahrräder, Schiffe, Autos, Dampflocks, Straßenbahnen, der Glasgower Subway, Autos und anderen Fortbewegungsmitteln.

Das obige Bild ist übrigens keine Modellsammlung sondern eine Wand voll mit Autos in Originalgröße... schaut mal genauer hin 😉

Auf dem Rückweg habe ich dann wegen platten Füßen gleich nochmal die bereits erwähnte Glasgow Subway ausprobiert - eine schon über 100 Jahre alte U-Bahn, die als Ring unter der Stadt verkehrt. Sie ist ein Erlebnis erster Klasse! Zum einen ist sie vielleicht gerademal etwas größer als 2 Meter im Durchmesser, sodass man sich schon leicht ducken muss bei der Fahrt und zum anderen wird man stärker durchgeschüttelt als bei einer Achterbahnfahrt .. von der extremen Lärmentwicklung mal ganz zu schweigen ^^

Mittwoch

Dieser Tag entwickelte sich nach der spontanen Entscheidung, einfach irgendwo hin mit der Bahn zu fahren, zu einer kleineren Wandertour. Erster Halt war der kleine Ort mit dem lustigen Namen "Bowling" welcher einen kleinen Hafen hatte, der wohl schon lange kein fahrtüchtiges Schiff mehr gesehen hatte.

Ich konnte mein Glück kaum fassen: Sonne! Und dazu keine einzige Wolke und Windstille. So still, dass man die Flut beim steigen an der Oberflächenspannung beobachten konnte..

Nachdem ich mich an dieser Pracht sattgesehen hatte, fiel mir mein nächstes Ziel ins Auge: was wäre denn ein Besuch in Schottland, ohne wenigstens auf einen kleinen Hügel zu wandern?

Gesagt getan und so bin ich querfeldein durch Bowling (das passenderweise die "Bowling Hall" als Rauthaus hat 😀 ) am Highway entlang gewandert, bis ich einen Weg fand.

Bereits auf halbem Wege bot sich mir eine phantastische Aussicht, die ich mir nichtmal hätte erträumen können!

Und was erwartet man, wenn man endlich den Kamm der Hügelkette erklommen hat? Viel, aber sicherlich keine Angler! Denn oben gab es einen See und einen Ausblick auf die Highlands weiter nördlich (wer mehr Bilder sehen möchte, scrolle bitte gleich bis zum Ende zur Galerie 😉 ).

Beim Abstieg war wieder der weite Blick auf den Ballungsraum um Glasgow zu sehen.

Nach dieser Wanderung mit vielen schönen Impressionen, war ich froh, als ich mit meinen schmerzenden Füssen wieder am Bahnhof angekommen war und entspannt mit der ScotRail nachhauserollen konnte.

Donnerstag

Donnerstag war ich erstmal mit Joanna Frühstücken - natürlich ein british breakfast schottischer Art. Neben gebratenem Speck, Toast, Spiegelei und Bohnen lagen auf meinen Teller noch Hagges (gefüllter Schafsdarm) und Black pudding (.. Blutkuchen 😀 ) auf dem Teller. Und ich muss sagen .. wenn man nicht weiss, was genau da drinne ist, schmeckt es sogar alles ziemlich gut 😀

Davon gestärkt standen für mich noch etwas Sightseeing und Geocaching auf dem Plan. Letzteres führte mich quer durch die Stadt zu interessanten Orten und Nieschen, während ersteres mich zunächst in die Glasgow Cathedral verschlug.

Sehr interessant an diesem Gebäude war die Geschichte, in Folge derer die Kirche vielfach erweitert und durch zusätzliche Anbauten ergänzt wurde.

Direkt hinter der Kirche befindet sich der Glasgow Necropolis, ein Friedhofshügel mit zig pompös in Szene gesetzten Grabsteinen .. nein besser Grabmonumenten 😀

Anschließend ging es zum Geocaching quer durch die Stadt.

An diesem Tag zog sich der Himmel leider langsam etwas zu - aber es blieb trocken und meine Tour zog sich wieder bis in den Nachmittag. Während meiner Tour durch das Land habe ich öfter festgestellt, dass der Schotte gerne mit dem Bus fährt. Nicht nur, dass in der Stadt gefühlt mehr Busse als Autos unterwegs waren, auch alle größeren Städte des Landes sind durch City-Link Verbindungen mit einem sehr guten Busnetz verbunden. Daher wundert es nicht, dass man öfter über Busbahnhöfe stolpern konnte die schon fast Bahnhofsausmaße angekommen haben.

Abends sind wir dann gemeinsam noch mit 2 Komilitonen von Joanna ein paar Bierchen trinken gewesen. Ich bin durchaus geneigt zu sagen, auch englisches Bier kann man trinken 😀

Freitag

So schön die Woche auch war, so kurz war sie leider auch. Bereits in der Frühe ging mein Bus nach Edinburgh zum Flughafen. Beim Abflug hatte ich Glück: es war wieder fast wolkenfreier Himmel und aus dem Fenster konnte ich nochmal einen sehr schönen Blick auf Edinburgh und die beiden Brücken über den Firth of Forth erhaschen. Danach folgte sehr schnell wieder die graue Wolkendecke, die mich bis Bremen verfolgen sollte - bye bye Scotland!

Nach dem Flug gabs dann noch eine böse Überraschung: mein neu gekauftes Gigapan Epic Pro Stativ, das ich gut gepolstert im Reisegepäck aufgegeben habe, hat den Flug nicht überstanden. Das Display war gesprungen und beide Stellmotoren funktionieren seitdem nicht mehr - wie zum Geier haben die das an so einem massiven Gerät geschafft o.O

Da ich viiiiel mehr Bilder gemacht habe, als hier Platz finden, habe ich wieder eine Galerie mit einer größeren Auswahl erstellt: Bildergalerie

Ich freue mich, wenn ich euch auch etwas von Schottland begeistern konnte mit meinenn Bildern - ich will auf jeden fall nochmal hin! Vielleicht mal nach Aberdeen, oder wandern durch die Highlands .. 😉

Stay Tuned - Støertebeker

 

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20Feb/13Off

Panorama in Hamburg – aber wo?

Hier mal ein kleiner Bericht über meine heutige Ausbeute an hohen Gebäuden in Hamburg, die es erlauben, dass man von ihrem Haus aus Bilder macht. Vorneweg: es ist alles dabei von Geldgier bishin zu netten offenen Leuten.

  •  Direkt neben meiner Arbeit bei der BGW in der Pappelallee 41 steht ein 20-stöckiges Hochaus, was zum Großteil von Behörden bewohnt wird. Spontane Aussicht aus dem Fenster gleich Null, aber ich habe von einem Mitarbeiter eine Kontaktadresse für den Vermieter bekommen - mal sehn.
  • Raddison Blu, Dammtor: als eines der höchsten Gebäude in seiner näheren Umgebung ist man sich seiner Monopolstellung wohl sehr bewusst - so sehr, dass man selbst von Privatpersonen schlappe 300 Euro pro Stunde haben möchte, wenn sie Fotos (egal ob im Auftrag der Uni oder privat) von ganz oben schiessen wollen. Ähnliche Erfahrungen habe ich bereits im Park Inn in Berlin gemacht, hier wollte man 350 Euro die Stunde haben ... träumt weiter.

Als nächstes war ich an der Elbe, hier stehen mehrere neu errichtete Hochhäuser und ein Traditionsreiches Hotel:

  • Hotel Hafen Hamburg: die freundliche Dame an der Rezeption gab mir eine Visitenkarte des häuslichen "Sales Manager" mit dem Verweis, dass zu Events (Hafengeburtstag etc) gute Chancen bestehen, einen Platz zu bekommen. Vielleicht habe ich zum Hafengeburtstag mit meinem Darf-schein vom THW bessere Karten, aber wies ausschaut ist es auch privat möglich. Nach entsprechender Anmeldung
  • Hochhaus an der Zirkusstrasse 1: mein klarer Favourit! Nach kurzer Wartezeit kam direkt der Objektleiter (tolle Namen haben die Jobs da 😀 ) des Hauses zu mir und führte mich direkt auf das Dach des Gebäudes, wo sich eine Terasse mit Bar befindet. Die Aussicht ist Nahezu uneingeschränkt 360° möglich und in der Woche genügt ein kurzer Anruf und wenn keine Veranstaltungen stattfinden, habe ich freie Hand, mich dort auszutoben.

  • Astra-Turm: die größte Enttäuschung. Auf dem zweiten Bild sieht man den Astra-Turm und seine schöne Aussichtsplattform. Dennoch wurde ich recht schroff mit den Worten "Fotos sind hier nicht erwünscht" wieder vertrieben - wieso baut man eine Aussichtsterasse, wenn man niemandem diese Aussicht gönnen will?
  • Empire Riverside Hotel: das dritte Hochhaus in der Reihe hat eine Bar in der höchsten Etage, von der aus man sicherlich die Aussicht über die Stadt bei einem Cocktail genießen kann. Leider konnte ich die Aussicht nicht direkt besuchen, da mir auch hier eine Visitenkarte vom "Sales-Manager" in die Hand gedrückt wurde - welches die gleiche Person wie vom Hotel Hafen Hamburg ist. Ich denke hier werde ich nicht viel Erfolg haben, da zum einen keine fensterfreie Sicht vom Dach aus möglich ist und zum anderen sieht das Hotel noch einmal wesentlich teurer als die anderen aus, sodass ein Fotograf, der dort 2 Stunden verbringen will eher ungern gesehen ist.
  • zu guter letzt: Bundesamt für Seefahrt und Hydrografie. Eine Reihe vor den Hochhäusern befinden sich ein paar Ämter (auch das für Tropenmedizin), welche zwar kleiner sind aber dafür direkt am Wasser stehen. Hier wurde ich gebeten, während der Hauptarbeitszeit wiederzukommen und mit der Pressestelle einen Termin zu vereinbaren - wer sich also halbwegs professionell verkaufen kann, wird hier wohl auch gute Chancen haben.

Soviel zu einer kleinen Übersicht, was direkt an der Elbe möglich ist - ich werde noch weitere Gebäude in Angriff nehmen wie einen hohen Wohnblock bei Stellingen, das Geomatikum/Philturm der Uni Hamburg, den Pegelturm an den Landungsbrücken, die untere Aussichtsplattform des Hamburger Michel und den Heinrich-Hertz-Turm am Messegelände. Und sollte dann auch endlich mal das Wetter mitspielen, so kann auch endlich mein neues Gigapan Epic Pro mal so richtig ausgereizt werden xD

Stay Tuned - Støertebeker

10Feb/13Off

Speicherstadt

Ein beliebtes - wenn nicht DAS beliebteste Fotoziel in Hamburg ist die Speicherstadt, besonders bei Nacht. Der größte Lagerhauskomplex der Welt ist schon lange keine Lagerstadt mehr, sondern wird als Hamburgs neustes Wohnviertel umgestaltet. Deshalb findet man auch an jeder Ecke schicke Glasfassaden, kleine Brücken zwischen den Fleeten und viele bunte Lichter - also genau das richtige für eine ausgedehnte Fototour! 🙂

Dieses mal war ich mit meinem Kumpel Deca und seiner Freundin unterwegs, um Ihnen mal das Schmuckstück zu zeigen - wo sonst kann man besser in die Langbelichtungsfotografie einsteigen?

Zugegeben, am Anfang war das Wetter nicht ganz optimal, aber das änderte sich schnell.

Das Unilever-Haus

Hier und da schimmert noch die alte Verwendung des Viertels als Umschlaghafen für Güter aus aller Herren Länder durch..

Auch das Maritime Museum befindet sich in der Speicherstadt

Ein wie ich finde lustiges Bild: großes Haus frisst kleines Haus 😀

Und was darf natürlich in einer Tour durch die Speicherstadt nicht fehlen? Richtig, das Wasserschloss!

Ein Motiv was wohl fast jeder schonmal fotografiert hat. Ich habs zum Abschluss nochmal etwas anders probiert - um den Einheitsbrei zu entfliehen ^^

Halten wir fest: meine Kamera hat ihren Schneetest bestanden, in der Speicherstadt kann man überall schöne Bilder machen und eine zweite Unterhose gegen die Kälte ist einfach ein Traum 😀

Stay Tuned - Støertebeker

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3Jan/130

Prost Neujahr aus Berlin

Schon wieder ist ein Jahr um - und so wenig Zeit wiedermal. Einge schöne Fotoprojekte habe ich gehabt, die ich leider noch nicht posten konnte (NorthCon LAN, eine Hochzeit) aber jetzt gibt es endlich mal wieder etwas zu sehen!

Den Jahreswechsel habe ich in Berlin mit Freunden gefeiert (die Nacht habe ich mehr geböllert als Fotografiert ^^) aber am Neujahrsabend bin ich trotz ekelhaftem Regen und Wind eine kleine Runde an der Spree gedreht - vom Dom bis zur Friedrichstrasse. Der Regen hat es mir nicht leicht gemacht und ohne entsprechendes Putztuch war nach spätestens einer Stunde mein Filter so verschmiert, dass ich die Tour abbrechen musste. Neben einem schönen 360-Grad-Panorama sind auch die folgenden Bilder entstanden:

Die Bilder sind meine ersten Gehversuche mit Adobe Lightroom - ein sehr schönes Programm, wie konnte ich nur jahrelang ohne es auskommen? 😀

Als nächstes Projekt steht in knapp über einer Woche die ehemalige Jugendhochschule der FDJ in der Nähe von Berlin als geführte Tour an - man darf gespannt sein 😉

Stay Tuned - Støertebeker

19Okt/120

Gueterbahnhof Maschen

Das Drehkreuz des Güterverkehrs von Hamburg liegt etwas außerhalb, südlich um genau zu sein. In Maschen befindet sich einer der größten Güterrangierbahnhöfe der Welt. Und auch wenn man von der großen Brücke direkt in der Mitte schon beeindruckt ist von den Ausmaßen, so sind es doch nur Teile des Areals. Gestern habe ich einen spontanen Abstecher dorthin gemacht und mal eine Hand voll Bilder geschossen, darunter gleich wieder ein schön hochauflösendes Pano, diesmal nur aus 45 Bildern 😀

Sehr interessant finde ich in Maschen immer die zwei unterschiedlichen Lichtfarben, die so eine Mischung aus weissem und gelbem Licht verursachen. Da der Besuch nur recht kurz war, werde ich beim nächsten mal noch ein paar mehr interessante Bilder schiessen. Hier nochmal ein Panorama von der Brücke aus über die nördliche Seite.

Als hochauflösendes Pano habe ich eine weitere Version bei gigapan hochgeladen: http://gigapan.com/gigapans/116839

Stay tuned - Støertebeker

17Aug/121

Ich will zurueck nach Westerland!

Wer die Ärzte kennt, wird wissen wovon ich rede. Am Mittwoch habe ich mir recht spontan geplant meine Kamera geschnappt, den Staub der sich bereits gesetzt hatte weggepustet und bin nach Sylt gefahren - Frei nach dem Motto ich war ja noch nie da, lass mal hinfahren. Das erste große Highlight neben der Brücke über den Nord-Ostsee-Kanal war der Hindenburg-Damm auf die Insel.

Und dann war ich schon auf der Insel in der bekanntesten Stadt auf ihr.

Das Wetter war wirklich bombastisch: Sonne satt, fast keine Wolken und ablandiger Wind, sodass die Nordsee total glatt war. Dementsprechend war die Fussgängerzone auch ähnlich stark bevölkert wie meine Heimat Usedom im Hochsommer ^^

Am Ende der Kaufmeile, auf der sich sämtliche hochkarätige Edelshops aneinanderreihten und ein einfaches Bauernfrühstück schon über 12 Euro kostet, bot sich ein traumhafter Ausblick auf den Strand:

Doch gleich darauf das erste stutzen: man muss 3,50 € bezahlen, nur um überhaupt den Strand betreten zu dürfen - willkommen auf Sylt. Die gesamte Insel ist mit 141 Zugangshäuschen zum Strand ausgerüstet und das Gelände dazwishen durch dank Dornenbüschen abgeriegelt wie die ehemalige innerdeutsche Grenze. Da kein drumrumkommen war und ich unbedingt an den Strand wollte, habe ich mir ausgerechnet den höchsten Strandzugang ausgesucht und mir ein Ticket geholt.

Dafür war ganz oben die Aussicht aufs Meer und die Insel schon lohnenswert.

Ich wusste auch gar nicht, dass die Nordsee so schön sein kann. In meiner Vorstellung habe ich eher kilometerweites schlickiges Watt erwartet. von Sand keine Spur und alle paar Stunden traut sich das Wasser mal vor. Aber dieser Anblick hatte schon eher was von Südsee:

Die Häuser auf der Insel sind zwar allesamt unverschämt teuer, können sich aber sehen lassen - und das Ein oder Andere hatte sogar noch einen friesischen Touch. Und nebenbei habe ich noch nie so einen tiefblauen Himmel auf einem Bild gesehen ^^

 

Der einzige war ich auf jeden Fall nicht am Strand, denn soweit das Auge reichte, überall Leute am Strand (zwar keinen im Wasser aber wer will das auch schon bei sonem Traumstrand? 😀 ).

Direkt am Wasser konnte ich dann noch einen sonderbaren Effekt beobachten, den ich von meiner Ostsee nicht kenne: schwitzenden Sand 😀 Durch das sich zurückziehende Wasser drückte der Sand das Grundwasser heraus, sodass sich wie kleine Schweissperlen viele Tropfen auf dem Sand bildeten.

Auf meinen Touren dürfen natürlich meine Fotomaskottchen nicht fehlen: Danbooos!

Egal ob auf der höchsten Sandburg..

...oder als Surfer, langeweile kam nie auf.

Parallel zur Anwesenheit meiner Wenigkeit waren auchnoch Meisterschaften im segeln.

Auf der Promenade stand eine Figur die das Thema Umweltschutz darstellte. Ein nicht kleiner Teil der Insel ist ja ein NSG und darf entweder gar nicht oder nur auf speziellen Wegen betreten werden.

Petrus meinte es wirklich gut mit mir, die Sonne blieb bis zum Abend, wobei es angeblich nur 22 °C waren - gefühlt aber eher 30 °C ^^

Auf dem Rückweg zum Bahnhof bin ich dann noch einigen Kuriositäten begegnet, wie der seltenen roten Hydrantenblume mit Selbstversorgung 😀 ..

.. oder einem Haus, in dem Rathaus und Spielbank nebeneinander vorhanden sind - ich hab es schon immer geahnt, dass das ein und das selbe Unternehmen ist 😀

Zum krönenden Abschluss gabs dann noch eine kleine Aufenthaltsverlängerung, proudly presented bei Stellwerkausfall in Itzehoe:

Fazit: Teuer aber geil 😀 Ich werde die Insel sicherlich nochmal besuchen und mit nem Bike erforschen - ist schließlich ein bisschen größer die Insel als nur Westerland 😉 Nächstes mal inseriere ich auch früher, damit ich vielleicht noch ein paar Mittstreiter finde 😉
Stay Tuned, Støertebeker

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26Jul/120

der fruehe Vogel faengt den Sonnenaufgang

Okay, es mag schon etwas verrückt klingen, aber ich liebe mein Hobby. So sehr, dass ich extra für einen Moment nach Berlin fahre und morgens um 2 Uhr aufstehe, um den Teufelsberg zu besteigen und den Sonnenaufgang zu sehen. Und gott sei Dank habe ich Freunde, die genauso schräg drauf sind und mich begleiten. Das Wetter war auch seit Wochen malwieder gut und so hatte ich wohl fast das beste Wetter, was man sich dafür wünschen kann - man muss eben auchmal Glück haben im Leben 🙂

3.34 Uhr: Es ist noch Dunkel auf Berlins Straßen, kaum jemand ist unterwegs - gruselig für so einen Moloch von Stadt

4.11 Uhr: Oben auf dem Hauptgebäude der NSA Field Station angekommen bietet sich uns auch weit vor dem Sonnenuntergang ein traumhafter Blick

4.32 Uhr: erstmal die schon fast unheimliche Stille an diesem besonderen Ort genießen, ehe es hoch auf den Turm geht

4.59 Uhr: es sind noch rund 30 Minuten bis zum Sonnenaufgang, doch die Sonne kündigt sich bereits an

5.09 Uhr: ausgerüstet mit Kaffee und einem kleinen Radio kann man die Szene entspannt genießen

5.13 Uhr: auf unserem 113 meter hohen Aussichtspunkt sind wir wohl die ersten der Stadt, die einen Sonnenstrahl sehen... fantastisch!

5.24 Uhr: Die Sonne ist über den Horizont gekrochen und flutet jetzt die ganze Stadt mit ihrem goldgelben Licht

5.27 Uhr: der Telespargel leuchtet in der Sonne und ragt über die ganze Stadt hinaus dem Himmel entgegen

6.55 Uhr: nachdem die Sonne hinter der Wolke verschwunden war, taucht sie nun unsere Hauptstadt in den ersten Sommertag seit Wochen

Die ersten 90 Minuten seit unserer Ankunft habe ich ein Video mit meiner Digicam gemacht - nicht schön, aber selten 😀 Und auf jeden Fall noch einen Blick wert 😉

Mal sehen, ob ich nochmal die Gelgenheit dazu habe, aber sowohl die Location als auch ein Sonnenaufgang über Berlin überhaupt sind der Wahnsinn!

Stay tuned - Støertebeker

7Jul/120

Schlagermove 2012

Ich hab da so meine Theorie: man kann 364 Tage im Jahr Leute auf der Straße fragen, hören sie Schlager? - Nääää. Und trotzdem haben sich heute zum Schlagermove 2012 laut ersten Angaben gut 500.000 Menschen gefunden, die in sämtlichen Farben die das Spektrum hergibt zu Wolle Petry und Co. singend und tanzend durch Hamburgs Straßen ziehen und hinter fast 50 Partytrucks mit Musik herziehen. Man könnte es auch als die Loveparade der älteren Generation bezeichnen, nicht weniger ausgefallen und leise aber eben andere Musik ^^ Das ganze ist ein seit 1997 stattfindendes Erlebnis, was ich jedem partyverrückten Menschen mal empfehlen kann, auch wenn man offiziell kein Fan dieser Musik ist - der Altersdurchschnitt lag gefühlt unter 25.

Was sonnig und sehr schwül anfing wurde leider im Verlaufe zusehens nass, was aber der Stimmung keinen Abbruch brachte, im Gegenteil. Der Großteil blieb einfach und tanzte im Regen weiter. Ich verzichtete zugunsten der Bewegungsfreiheit auch auf den Schirm und unterzog nebenbei meine Kamera ihrer ersten Tauchprüfung mit dem Ergebnis wasserfest, der Spritzwasserschutz hält was er verspricht. Obwohl sie aussah wie frisch auf dem Schwimmbecken funktionierte alles ohne murren oder beschlagen - Top! Doch irgendwann habe ich dann auch abgebrochen nach 4 Stunden und bin wieder nach Hause, hier nun ein paar Ergebnisse dessen: einige Bilder direkt im Blog und viele weitere im Link unten auf picasa 😉

Und hier wie versprochen noch der Link zu ein paar mehr Bildern 😉 Den Link bitte nicht ohne Verweis auf meine Website weiterverbreiten, Danke!

https://picasaweb.google.com/stoertebeker2k/Schlagermove2012Hamburg?authkey=Gv1sRgCPjRqqqdm7rC6AE

Wer sich auf Bildern wiedererkannt hat, kann mich gerne anmailen (stoertebeker@kkb-clan.de) und ich schicke ihm das entsprechende Bild und ggf weitere gemachte zu 😉

Stay Tuned, Støertebeker

28Apr/121

Teufelsberg – Besuch im Horchposten des Westens

So, mit einiger Verspätung möchte ich jetzt auch nochmal neben den Portraitaufnahmen ein paar Bilder des Teufelsbergs nachreichen. Der Berg ist neben dem Müggelberg die höchste Erhebung Berlins und keinesfalls natürlich. Nach dem Krieg wurden auf den Ruinen der Universitätsstadt der Pläne von Germania Millionen von Kubikmetern altem Schutt von Kriegsschäden aufgetürmt auf eine Gesamthöhe von über 100 Metern. Dieser Hügel war auf dem westlichen Teil Berlins und so siedelte sich in der Hochphase des Kalten Krieges die NSA an, um neben der Flugkorridorüberwachung auch Spionage bis weit in  den Ostblock hinein zu betreiben. Von den imposanten Radomen sind heute zum Teil nurnoch Fetzen übrig, sämtliches Innenleben der größtenteils fensterlosen Bauten wurde ausgeräumt und so steht das Gelände nach einigen erfolglosen Wiederbebauungsversuchen leer.

Der Zaun ist so löchrig wie ein Schweizer Käse und waren wir anfänglich noch fast die Einzigen auf dem Gelände und entsprechend vorsichtig, so wurden es im Verlaufe des Tages immer mehr und nachmittags konnte man schon fast von einem Volksfest reden. Da ich doch recht viele Bilder gemacht habe, was den Rahmen des blogs sprengen würde, habe ich eine Galerie bei Flickr erstellt. Viel Spass beim durchklicken 😉

https://secure.flickr.com/photos/stoerte2k/sets/72157629914190553/

Stay Tuned - Støertebeker

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